Alternative Zustellungen

„Mehr als Zeitungen und Briefe austragen“

Der Zustellberuf: Mehr als Zeitungen und Briefe austragen

Welche Produkte werden eigentlich alles zugestellt? Wer über diese Frage nachdenkt, hat wahrscheinlich zuallererst Tageszeitung, Wochenblätter und Briefe im Kopf. Doch die Zustellgesellschaften der NOZ und m:hn MEDIEN haben noch viel mehr im Angebot. Du willst wissen, welche das sind? Wir erzählen es dir – und zeigen dir auch, warum du ein Teil der Zustellgesellschaften werden solltest.

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„Wir machen das jetzt schon seit 2017 und die Kunden sind rundum zufrieden“, sagt Christina Bohnsack, Teamleiterin Logistik der Zustellgesellschaft Schleswig-Holstein (ZGSH). Und mit Kunden meint sie ausnahmsweise nicht nur alle diejenigen, die sich über eine Lieferung freuen. Denn in diesem Fall gibt es zwei Kunden, die die Zustelllogistik glücklich macht: den Empfänger und den Absender. Seit einigen Jahren übernimmt die ZGSH zum Beispiel die Zustellung von Büchern: „Im Buchladen können die Kunden bis 14 Uhr online Bücher bestellen, die wir dann abholen und zustellen“, sagt Bohnsack.

Auch in Osnabrück wird auf die Erweiterung der Logistik gesetzt. Seit einigen Monaten ist dort die Auslieferung von Lebensmitteln über das Portal myTime angelaufen. „Die Citipost Osnabrück liefert über den TA Zustellservice der Neuen Osnabrücker Zeitung die Bestellungen an die Kunden in der Region“, erklärt Patrik Krause, Teamleitung Transport-Logistik aus Osnabrück. Über das myTime-Portal werden die Bestellungen zentral aufgenommen und koordiniert. Einen Tag vorher bekommen die Osnabrücker Kollegen von myTime das Sendungsaufkommen sowie die Anlieferungsadressen für den nächsten Tag per Mail mitgeteilt. Die Sendungen erreichen Osnabrück über Nacht über das Citipost Briefnetz. Zwischen den unterschiedlichen Citipost Standorten gibt es jede Nacht entsprechende Austauschtouren. 

„Bisher werden die Pakete von den Citipost-Fahrern auf ihren Touren mitgenommen und verteilt. Bei Nichtantreffen eines Kunden wird eine Benachrichtigungskarte mit entsprechenden Kontaktdaten hinterlassen“, erklärt Krause. Im telefonischen Kontakt werde dann die Zeit für einen zweiten Zustellversuch vereinbart. 

Optimaler Logistikpartner

Ein hoher Servicegrad steht seit jeher im Fokus der Zeitungslogistik. „Drei Stunden nach dem Druck liegt die Tageszeitung schon in vielen Briefkästen unserer Abonnenten“, sagt Christian Michna, verantwortlich für den Aufbau neuer Logistik-Geschäftsfelder bei den NOZ und mh:n MEDIEN, „eine schnellere Same-Day-Logistik hat niemand.”


Tagesaktuelle Zustellungen sind eine Leistung, mit der die ZGSH punktet. „Bei großen Zustelldiensten bringen solche Expresslieferungen einige Zusatzkosten mit sich“, weiß Christian Michna. Die Logistik der NOZ und m:hn Medien biete in dieser Hinsicht die besten Voraussetzungen. „Die Auslieferung der Tageszeitung ist das beste Beispiel für unser Leistungsversprechen“, erklärt Michna, der bei der ZGSH die Leitung für neue Geschäftsfelder hat. So eine schnelle Zustellung gebe es sonst in keiner Branche auf dem Markt. Die langjährige Erfahrung in der Zeitungs- und Briefzustellung ist die Basis für die neuen Geschäfte in der Logistik. Von dieser sollen nun auch branchenfremde Dritte profitieren. Wie man schon an den Beispielen aus in Rendsburg und Osnabrück sieht: Die schnellen Zustellungen der Produkte werden von regionalen Händlern hoch geschätzt. „Die Kunden sind begeistert, dass sie unseren großen Logistik-Apparat nutzen können. Dies ist für sie günstiger, als wenn sie es selbst machen würden. Dazu bieten wir einen Kundenservice, der viel persönlicher ist als bei den nationalen Logistikern“, sagt Michna.

Erster Ansprechpartner für Kurierdienste vor Ort

Die Zielsetzung für 2020 im Bereich Transportlogistik der Mediengruppe NOZ/m:hn ist klar: Durch die Erweiterung des Kundenstammes und den Ausbau der Strukturen soll das Paket- und Auftragsvolumen gesteigert werden. Das ist im gesamten Gebiet der NOZ/m:hn MEDIEN das Ziel. Dafür sollen laut Michna in den nächsten Jahren an allen großen Standorten Depots für Verbundlogistik entstehen, in denen die verschiedenen Produkte kommissioniert werden. Zudem wird in den Fuhrpark investiert, um die Produkte zum Empfänger zu bringen. „Wenn jemand regionale Kurierdienste in Anspruch nehmen möchte, wollen wir in unserem Verbreitungsgebiet der erste Ansprechpartner vor Ort sein“, blickt Christian Michna in die Zukunft. Dafür braucht es natürlich auch weiterhin engagierte Zusteller, die die Fahrten und Auslieferungen übernehmen. Mehr noch: Hier werden sich ganz neue Jobprofile innerhalb der Zustellgesellschaften auftun: Beispielsweise für die Kommissionierung oder für die Bearbeitung der Aufträge. So entstehen neue Aufgabenbereiche und auch Aufstiegsmöglichkeiten. 

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